Freitag, 23.9.2016 – REVEREND SCHULZZ (D) & LOTHAR UND DAS NICHTS (D)

Freitag, 23. September 2016 (ab 21 Uhr):
REVEREND SCHULZZ (D) &
LOTHAR UND DAS NICHTS (D)

Der Reverend aus Hanau hält wieder seine traditionelle Septemberpredigt im Waggon und hat diesmal einen Gast im Schlepptau, der für so manchen Kenner der lokalen Szene absolut kein Unbekannter ist!

REVEREND SCHULZZ wird hier zulande von Kritikern gerne als einer der Besten seines Genres genannt.
Seit Anfang der Neunziger Jahre hat sich Schulzz mit seinen Bands wie „The Swamp“ oder „The Crow“ eine gehörige Menge Aufmerksamkeit und Anerkennung bei Medien, Publikum und Kritikern erspielt. So bezeichnete z.B. Alan Bangs das Crow-Debüts „Combat Folk Songs“ als eines der 10 besten Alben des Jahres. Und auch die internationalen Kollegen sparten nicht mit Lob: Nach Auftritten des Singer/Songwriters mit Künstlern wie Townes van Zandt, Yo La Tengo, Giant Sand oder Ian Matthews schwärmte Desert-Rock-Legende Rich Hopkins beispielsweise von Schulzz im gleichen Atemzug wie von Größen wie Paul Westerberg oder Steve Wynn. Er selbst bezeichnet seine Musik, die als eine Mischung aus Folk, Blues, Country und Einflüssen aus dem musikalischen Untergrund der letzten Jahrzehnte daher kommt, als „Folk based Alternative“.
Einen Stil, den er mit Akustikgitarre, Harmonika und seiner sonoren Stimme präsentiert und sich dabei von einem Ensemble aus erfahrenen Bandmusikern, oft aber auch lediglich von einem Akkordeon oder einer zweiten Gitarre begleiten lässt. Nachzuhören auf inzwischen drei Soloalben – am Besten aber live. http://schulzz.com/

LOTHAR & DAS NICHTS
Lothar ist der abgetrennte und lange verschollene Kopf der tragisch dahingeschiedenen ehemaligen hessischen Indie-Alternativ-Pop-Rock-Hoffnung SEESAW. Lothar galt lange Zeit als spurlos verschwunden. Nun ist er plötzlich wieder da, benimmt sich sonderbar und singt plötzlich in einer rätselhaften Sprache namens Deutsch.
Trotzdem schreibt er nach wie vor wunderbare Songs. Kleine sehnsuchtsvolle Perlen der Bedeutungslosigkeit, die uns alle davor retten in dem gleichförmigen Meer von namenlosen Spotify-Playlists und Marc Foster Radio-Dauerrotation zu ertrinken. Seine Texte ringen der deutschen Sprache eine Emotionalität ab, die man ihr nicht zutraut.
Man könnte seine Musik ja problemlos dem Singer/Songwriter Genre zuordnen, wäre da nicht „das Nichts“: Wechselnde Aspekte zeitgenössisch zeitloser Klangerzeugung – inspiriert von the Notwist, den Beatles und der Merci Werbung, interpretiert von Größen der Rhein-Main-Musikszene wie u.a. Multiinstrumentalist Jens Cappel. Bisweilen taucht er aber auch gänzlich allein und nur mit einer Gitarre bekleidet auf. So genau weiß man das bei Lothar nie.