Mittwoch, 12.9.2012 – ZUCKER & TRÜMMER

Mittwoch, 12.9.2012 (ab 21 Uhr):
ZUCKER (HH) & TRÜMMER (HH)

Boypower trifft Angry Young Women: Zwei der spannendsten aktuellen Hamburger Bands (frisch gesignt auf dem legendären ZickZack-Label) kommen heute gemeinsam in den Waggon. Die Riot-Grrls von ZUCKER (“Zwischen Selbstermächtigungs-Blues und Borderline-Party“) & die Jungs von TRÜMMER (“Von Shoegaze durchsetzter Postpunk“). Hamburger Schule, aktuelle Jahrgangsstufe 2012!

Präsentiert von Missy Magazine und INTRO!
http://missy-magazine.de/2012/08/10/zucker-trummert-durch-deutschland/

Z U C K E R !

zucker

Christin Elmar Schalko und Pola Lia Schulten heißen nicht nur komisch, sie haben auch eine Band. Einiges haben sie bereits vorher gemacht. Mit anderen Leuten, allein, oder so. Aber heute ist jetzt und die Band heißt: z u c k e r !. Ungelenk ist wieder schick. Aber hinter dem Kokettieren mit Fehlern, mit dem Strich durch die Rechnung und Trash blitzen deutlich zwei Künstlerinnen auf, die sehr wohl wissen, wie man einen guten Song macht. Trotzdem oder gerade deshalb wird sowas wie „fuck you you fucking fuckhole“ zweistimmig, fahrig und hymnisch auf Dur-Akkorde geschmettert. Alles first take – behaupten die beiden zumindest. Und wollen vermutlich sagen, es geht uns nicht darum, die nächsten Genesis zu werden oder das Terrain der abgehalfterten Indierock-Mucker auch nur mit dem Arsch anzugucken. Es geht eher um einen Lob des Direkten, des Machen. Charmanter und frecher hat Hamburg doch schon ewig nicht mehr abgeliefert. Sag Hallo zum dramatischen Riot-Girl-Ding – zwischen Selbstermächtigungs-Blues und Borderline-Party.

TRÜMMER

Trümmer

Während der Zynismus langsam das Gefühl zermürbt und Coolness der einzige Weg zu sein scheint, auf die Trostlosigkeit der selbst gewählten Bedeutungslosigkeit zu reagieren, fordern Trümmer das Bekenntnis zur Jugendlichkeit. In ihrem von Shoegaze durchsetzten Postpunk geht es um Wut, nicht gelebte Illusionen, um das, was es noch nicht gibt und die verborgenen Wünsche einer Jugend. Es geht darum, der Ereignislosigkeit etwas entgegen zu setzen und nicht länger falschen Göttern zu dienen – Angetrieben von der Feststellung: “Das ist nicht das Ende der Geschichte, sondern ihr Anfang!” Trümmer verbinden Schönheit und Gefahr in einer Sprache, die das Jetzt durchtrennt wie ein scharfes Messer den Sonntagsbraten. Schwankend zwischen Euphorie und Selbstaufgabe verlieren sie sich dabei nicht in klugen Floskeln, sondern begegnen der Gegenwart mit einem auffordernden “Fuck You!” auf den Lippen.
TRÜMMER sind Paul Pötsch (Gesang/Gitarre), Tammo Kasper (Bass), Maximilian Fenski (Schlagzeug).

Anhören:
Trümmer: In All Diesen Nächten
Trümmer: Euphorie